Lean Administration bei Großunternehmen in Deutschland

Eine aktuelle Bestandsaufnahme
Autor(en): Competence Center Prozessmanagement & Organisation
Zeitraum der Studiendurchführung: Juli 2009

Seit Jahren zwingen die Globalisierung und der damit steigende Wettbewerbsdruck Unternehmen die Kosten bei gleichbleibender Qualität und steigendem Servicelevel kontinuierlich zu reduzieren. Die aktuelle Finanzkrise verschärft die Notwendigkeit zur Einleitung von Sparmaßnahmen weiter. Unternehmen passen sich diesem Rationalisierungsdruck an, indem sie ihre Wert-schöpfungsketten optimieren. Ein häufig diskutierter und weit verbreiteter Ansatz für ganzheitliche und nachhaltige Verbesserungen ist der des Lean Managements, bei dem die Vermeidung von Verschwendung im Mittelpunkt steht.

Diese Studie zeigt, wie weit Lean Administration bei Großunternehmen in Deutschland bereits etabliert ist, welche Erfahrungen vorliegen und welche Pläne für die Einführung bzw. Weiterentwicklung in den nächsten Jahren vorhanden sind. Insbesondere wird darauf eingegangen, welche Verbesserungspotenziale die Unternehmen identifizieren, welche Methoden und Lean-spezifischen Tools hauptsächlich Anwendung finden und wie Lean-Administration-Aktivitäten kontrolliert werden. Im Rahmen dieser Studie wurden insgesamt 160 Unternehmen unterschiedlichster Branchen befragt.

Die Ergebnisse legen nahe, dass trotz – beziehungsweise wegen – der Aktualität ein großer Handlungsbedarf vorhanden ist, dem sich die Unternehmen in Zukunft stellen müssen:

  • Lean Administration findet bei Großunternehmen in Deutschland primär dann Anwendung, wenn Lean Management bereits aus den direkten Bereichen bekannt ist.
    Gute Erfahrungen mit Lean-Ansätzen in der Produktion bzw. angrenzenden Bereichen spielen eine große Rolle bei der Entschei-dung für die Einführung von Lean Administration. Zwei Drittel der Studienteilnehmer, die Lean Management in administrativen Bereichen bereits nutzen oder eine Implementierung konkret planen, verfügen über entsprechende Vorerfahrungen und wurden durch diese positiv beeinflusst.
  • In Großunternehmen, die Lean Management anwenden, sind die noch offenen Optimierungspotenziale in indirekten Prozessen größer als in direkten Prozessen.
    Unabhängig davon, ob Lean Management bereits angewendet wird, geben drei Viertel der Befragten an, ein sehr großes Potenzi-al in den indirekten Bereichen ihres Unternehmens zu sehen. Damit übersteigen die erwarteten Optimierungseffekte in der Administration die in direkten Bereichen deutlich, obwohl diese weiterhin als nicht unbedeutend eingeschätzt werden.
  • Die Einführung von Lean Administration wird in den seltensten Fällen ganzheitlich vorgenommen.
    „Ganzheitlichkeit“ bei der Einführung von Lean Administration wird zwar als wesentliche Erfolgsvoraussetzung genannt, aller-dings in den teilnehmenden Unternehmen nur partiell verfolgt und methodisch unterstützt. Entsprechend groß sind die notwen-digen Anstrengungen, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.
  • In vielen Unternehmen wird die Einführung von Lean Administration von einer gezielten Wirksamkeitskontrolle begleitet.
    Die überwiegende Anzahl der befragten Unternehmen nutzt Instrumente zur Wirksamkeitskontrolle der von ihnen eingesetzten Methoden und Werkzeuge. Kennzahlen(-systeme) nehmen dabei die wichtigste Rolle ein. Lediglich 5 Prozent der Teilnehmer halten nicht gezielt nach, ob die Erwartungen beim Einsatz von Lean Administration erfüllt werden. Auch die Definition weiterer Konsequenzen aus der Ergebnisverfolgung wird bei immerhin 14 Prozent der Unternehmen vernachlässigt.


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Autor(en): Competence Center Prozessmanagement & Organisation

Zeitraum der Studiendurchführung: Juli 2009


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Die Studie kann gegen eine Schutzgebühr von 100,00 Euro bestellt werden. Bitte wenden Sie sich per E-Mail an Susan Smrt unter ssmrthorvath-partners.com oder telefonisch unter Tel: +49 711 66919-0.

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